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PSYC 100 – Introduction to Psychology I – Teil 1

Ich hab euch schon alles mögliche über mein Freizeitleben hier berichtet, jedoch nicht mehr als ein paar Zeilen über meine Kurse die ich belege.
Heute gibt’s die erste Vorstellung, mein einziger Nicht-Business Kurs den ich gewählt habe.

Ich habe den Kurs gewählt weil ich eine Zeitlang überlegt hatte Psychologie zu studieren. Im 5. Semester habe ich die Möglichkeit „Markt- und Organisationspsychologie“ zu wählen und wollte schauen ob es machbar und interessant ist.

Die Kurse hier sind gestaffelt von 1xx bis 4xx mit Intervallen von einem Jahr, d.h. wenn ich hier durchgehend studieren würde, würde ich im ersten und im zweiten Semester 100’er Kurse nehmen (PSYC100 und PSYC102), im dritten und vierten dann 200’er, und so weiter.

Angefangen haben wir wie in fast jedem Fach: Mit Geschichte.

Wie Psychologie zur Wissenschaft wurde, prägende Ereignisse und Erkenntnisse, was Ivan Pavlov und Sigmund Freud dazu beigetragen haben usw. Recht trocken… Danach gab es dann auch gleich eine Klausur drüber.

Als nächstes wurden wir mit dem Handwerkszeug der Psychologen bekannt gemacht: Wie man „journal articles“ schreibt. Hier gibt es einen ganz bestimmten pedantischen Stil den man draufhaben muss, den „APA-Style“ (American Psychology Association). Jede Wissenschaft hat da ihren eigenen Tick, für Medizin z.B. ist das der „AMA-Style“ (American Medical Association).

Dazu habe ich einen guten Spruch gehört:

„Sir, have I used APA style correctly on my paper?“

“Does it look pretty?”

“Hmmm, yes”

“Then it’s not APA…”

Weiter ging es an die Methodik: Wie führt man ein Experiment richtig durch?

Hier geht es aber nicht um Chemie, sondern um Forschung mit Menschen. Man muss darauf achten, dass das Experiment „good internal- and external validity“ hat. Intern heisst, dass die Teilnehmer zufällig in Kontroll- und Experiment-Gruppe eingeteilt werden und die Tests ausgeglichen sind, um die Gleichheit der Gruppen zu gewährleisten. Extern heisst, dass die Resultate des Experiments verallgemeinerbar sein müssen, bei der Personenwahl sollte man also darauf achten, dass die Stichprobe die Charakteristika der allgemeinen Bevölkerung widerspiegelt.

So viel zu Teil 1, sonst wird das hier seitenlang und keiner wird es lesen ;-)

4.3.08 04:52


PSYC 100 – Introduction to Psychology I – Teil 2

Seitdem wir mit der Methodik abgeschlossen haben, machen die Vorlesungen richtig Spaß.

Es ging los mit (etwas zu viel) Biologie. Erst mal Grundsätzliches wie das Immunsystem und Neuronen. Dann ging es um sensorische Informationsaufnahme, d.h. wie die Sinne funktionieren. Wie kommt es, dass wir sehen können? Wie genau funktionieren die Stäbchen und Zäpfchen im Auge? Wie können wir dreidimensional sehen obwohl unsere Netzhaut lediglich ein zweidimensionales Bild weiterleitet? Dann das Ohr: Wie wird Ton in Nervenimpulse verwandelt? Wie wird Amplitude und Frequenz erkannt? Wie funktioniert die Zunge? Wie riechen wir? Wie fühlen wir?

Eigentlich alles sehr elementar, dennoch interessant und zu 95% neu für mich. Was dann aber doch zu weit ging war die biologische Sicht des Gehirns. Wir müssen alle Gehirnlappen von einander unterscheiden können, die verschiedenen „Zentren“ kennen (z.B. Sprachzentrum, Motorikzentrum, &hellip, wie sie aufgebaut sind, wo sie im Gehirn liegen und was Schäden an diesen Stellen für Auswirkungen haben können. Das war dann für den BWLer in mir doch etwas ZU viel Biologie ;-) Aber mein Allgemeinwissen habe ich dadurch um ein Vielfaches erweitert, interessant ist es allemal.

Jetzt sind wir gerade beim Thema „Gedächtnis und Erinnerung“. Ist recht spannend da unser Gedächtnis eine Sache ist die bisher biologisch nicht erfassbar ist. Wo genau sind eigentlich unsere Gedanken? Wie speichern wir Informationen? Hat unser Langzeitgedächtnis ein Fassungsvermögen? Wie leicht können wir Sachen speichern und abrufen? Welche Methoden sind effektiv und warum können wir Sachen die wir uns bildlich vorstellen können leichter wieder abrufen? Teilweise kamen wir sogar soweit, dass man sowas ausnutzen kann um falsche Informationen „einzupflanzen“, erweiterte optische Täuschungen zu generieren und das Gehirn in vielen anderen Weisen zu foppen.

Für nächste Woche muss ich ein Research Paper schreiben, dass sich damit befasst ob brutale Computerspiele eine Auswirkung auf die Persönlichkeit haben, speziell auf die Charaktereigenschaft Wut/Zorn.

Ich halte euch auf dem Laufenden. Wenn mir langweilig ist schneid ich mal ein bisschen was Lustiges aus meiner Vorlesung als Audiofile zusammen. Die Vorlesung kann man sich als Podcast runterladen :-D

7.3.08 08:04


"We don't have escalators where I come from"

...sagte Aaron nachdem er auf der Rolltreppe Platz genommen hatte. xD

9.3.08 02:56


Keanu Reeves an der SFU

Jap, ihr habt richtig gelesen. Seit ein paar Wochen sind Kenau Reeves und Penelope Cruz an der SFU um ihren neuen Film "The Day The World Stood Still" (Remake von 1951) zu drehen. Es geht um einen Alien (Kenau Reeves) der auf die Erde kommt um die Weltmächten zu warnen ihre Weltraumforschung einzustellen da sonst die Erde zerstört wird. Komische Story, ich weiss :-D

Die SFU dient als Militärbasis und seit Filmbeginn stehen hier Panzer, Militärfahrzeuge und anderes schweres Geschütz rum.

Dazu eine Million "Field Medi Kits" und weitere Militär-Requisiten.


Teile der Uni sind gesperrt oder sind nur manchmal begehbar. Gestern gab es eine Helikopter-Szene die ich aber leider verpasst habe da ich Vorlesung hatte :-( .

Aber Abends gab es eine große "hero enters the military base"-Szene mit hunderten Scheinwerfern und Schauspielern in Militäruniform.

An dem Abend waren wir im "Highland Pub", dem studentenbetriebenen Uni-Pub und als wir rauskamen war die Filmcrew gerade mit der Szene fertig und wir konnten ein Bild mit ein paar Schauspielern ergattern:


Wie man vielleicht sehen kann sehen die Kollegen nicht sehr begeistert aus. Ich glaube die wollten einfach nach Hause. Oder vielleicht lag es daran, dass Kathrine zu ihnen hingegangen ist und gesagt hat: "I know you're not famous or important for this movie in any way, but can we take a picture with you?" Kein Kommentar :-D

Als Vergleich: So sieht die Uni normalerweise aus:


Falls ich Keanu Reeves sehen sollte meld ich mich :-P

15.3.08 07:33


Was man alles mit kostenlosen Telefonbüchern machen kann :-D

20.3.08 18:43


Skifahren auf Whistler Mountain

Am Osterwochende hab ich endlich das gemacht was ich schon die ganze Zeit machen wollte seitdem ich hier bin: Skifahren!
Fix haben sich ein paar Leute gefunden die mitwollten, Bus und Jugendherberge wurden gebucht und Samstag Abend gings los.
Dazu mussten wir mit allen Gepäck (ich hatte mir Skier von einem Kollegen geliehen) quer durch die Stadt mit Bus und Skytrain um zur Greyhound Busstation zu kommen.


 Die Busfahrt dauerte etwas mehr als 2 Stunden war landschaftlich sehr schön. Whistler Village liegt ca. 120km nördlich von Vancouver und die meiste Zeit fährt man parallel zum Lions Bay, einer epischen Bucht umrandet von großen schneebedeckten Bergen. Leider war es schon dunkel und ich konnte keine Fotos machen.

Die Jugendherberge war zwar gemütlich und günstig, aber das wars dann auch schon. Sie war früher einmal eine Fischerhütte, d.h. sie ist klein und liegt direkt am Alta Lake, der komplett zugefroren war. Die Zimmer und das Wasser waren kalt/lauwarm (aus dem See gepumpt?) und es gab kein Essen?!? D.h. als wir halb verhungert gegen 21 Uhr Samstags ankamen musste wir uns von Schokolade ernähren. Naja immerhin hatte wir nette Zimmermitbewohner, einer war sogar Deutsch, das war also nett.

Am nächsten Morgen stellten wir fest, dass die Jugendherberge wirklich weit draußen liegt und nur alle drei Stunden ein Bus kommt...

Whistler Village ist ein schönes Örtchen, welches fast ausschließlich von Tourismus lebt. Im Winter Skier und Snowboarder; im Sommer Wanderer und Mountainbiker. Wie man es von Skigebieten kennt, war alles recht teuer, aber wir hatten dank unserer Verpflegung im Hostel keine andere Wahl.

Das alles war aber sofort vergessen die Sekunde die wir auf der Piste waren. Neuschnee, später blauer Himmel und eine wundervolle Sicht.

Kurz vor Ende des ersten Tages schlug das Wetter noch einmal um und wir wurden gezwungen im Schneckentempo zu fahren. Wenn ihr das Bild seht dürftet ihr verstehen warum


Ich war überrascht, dass ich noch recht gut skifahren konnte, da ich das letzte mal (von der einen Skihalle mal abgesehen) vor 3 Jahren in der Schweiz die Gelegenheit hatte. Ich war jedoch nicht so gut, dass ich mit den Pros mithalten konnte. So bin ich die meiste Zeit mit Kathrine gefahren die bisher erstmal zwei Mal skifahren war. So bin ich die meiste Zeit blaue oder rote Pisten gefahren.

Damit ich doch noch ein paar Herausforderungen hatte, bin ich am zweiten (und letzten) Tag mit Alex von der obersten Spitze des Bergs bis runter ins Tal gefahren. Die Strecke hieß "Peak to Creek", also recht passend.

Alex wollte aber nicht die einfachen Strecken nehmen, nein..., sondern wir haben schwarze Pisten genommen und sind die meiste Zeit sogar abseits der Piste im Wald gefahren.


Wenn ihr jetzt denkt: "In dem Wald kann man skifahren??" dann seht ihr das genauso wie ich bevors losging. Glaubt mir, es geht, aber es ist nicht schön ;-)

Am Ende jedes Tages war ich total am Ende und hatte am nächsten Tag Muskelkater ohne Ende, aber das war noch nie anders ;-)

Nachdem einer der dreistündigen Busse nicht gekommen ist, haben wir Montag Abend ein Taxi zur Greyhound Bus Station in Whistler Village genommen und sind zurück nach Vancouver gefahren. Auf jeden Fall ein klasse Erlebnis!!

Und ich hab auch endlich wieder mal ein Video gemacht :-)


26.3.08 01:47





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